Tiersitting

Alles über Tiersitting bzw. Tierbetreuung:

Was ist ein Tierbetreuer bzw. ein Tiersitter?

Der Begriff "Tiersitter" wurde von dem englischen "Petsitter" abgeleitet. Obwohl das Wort in keinem englischen Wörterbuch aufgeführt ist, ist es zu einem Alltagswort geworden. Auch in Deutschland wird der Begriff immer geläufiger und heißt soviel wie "Tierbetreuer". "Sitten" steht also, genau so wie beim "Babysitten", für das Betreuen im weiteren Sinne. In der Regel sind die Aufgaben eines Tiersitters das Ausführen der Tiere, die Fütterung, und falls notwendig, die Verabreichung von Arzneimitteln. Nach Wunsch können Tiersitter auch Aufgaben wie z.B. Pflege (z.B. Bürsten, Ausmisten) oder Erziehung von Tieren übernehmen. Die Tätigkeit wird sowohl von Schülern und Studenten, als auch von ausgebildeten Tierpflegern oder Senioren übernommen. Es kann also praktisch jeder Tiersitter werden, der Spaß und / oder Erfahrung am Umgang mit Tieren hat. Es gibt kein sinnvolles Mindestalter oder eine übergreifende Qualifikation. Wichtig sind auf jeden Fall Geduld, Einfühlungsvermögen und Aufgeschlossenheit.

Wie funktioniert der Einstieg in die Betreuung von Tieren?

Die meisten Tierbetreuer bekommen ihre ersten "Aufträge" von Nachbarn oder Bekannten. Das bringt vielleicht nicht ganz so viel Geld - jedoch sind so die ersten (und somit meist schwersten) Referenzen gesammelt. Viele Tierbetreuer haben wahrscheinlich selbst ein Haustier (gehabt) und konnten so den Umgang mit einem oder mehreren Tieren kennen lernen. Sie sollten sich bewusst sein, dass die Betreuung eines Tieres über das bloße "Aufpassen" hinaus gehen kann - auch ungewohnte Situationen müssen gemeistert werden. Vertrauen ist beim Tiersitten enorm wichtig, muss aber immer erst aufgebaut werden. Manche Tierbesitzer wünschen den Nachweis bestimmter Zeugnisse oder Referenzen, obwohl diese auch keinen genauen Überblick über die persönliche Eignung eines Bewerbers bieten. Referenzen helfen aber Tierhaltern, einen Tiersitter besser einschätzen zu können. Wir empfehlen Ihnen, falls vorhanden, Ihre Referenzen in Ihr Betreuerprofil einzutragen - so können Sie noch besser überzeugen! Teilen Sie den Tierbesitzern aber mit, dass Sie sie als Referenz bei Betreut.de angeben.

Oftmals läuft die Vertrauensbildung aber auch über die Empfehlung anderer zufriedener Tierbesitzer. Um einen guten Grundstein zu legen, empfehlen wir, ein möglichst vollständiges Profil anzulegen, mit offenen und ehrlichen Angaben. So ist die Chance auf einen erfolgreichen Job am größten.

Was für eine Qualifikation braucht ein Tierbetreuer?

Es gibt keine übergreifende, fachliche Mindestqualifikation. Grundsätzlich sind bestimmte Nachweise sicher von Vorteil. So gibt es Kurse, wie man beispielsweise bei einem Hund Erste-Hilfe leisten kann, so genannte Hundeführerscheine, sowie diverse Nachweise über absolvierte Betreuungskurse. Die Relevanz sollte jeder Tierbesitzer selbst definieren. Besonders wichtig ist die persönliche Eignung für den Job und Vertrauen von beiden Seiten. Der Tiersitter sollte natürlich tierlieb, einfühlsam, verantwortungsbewusst, geduldig und aufmerksam sein sowie liebevoll und fürsorglich mit Ihrem Tier umgehen.
 

Wann bietet sich die Beschäftigung eines Tierbetreuers an?

Die Gründe für die Einstellung eines Tiersitters können sehr unterschiedlich sein. Möglicherweise fahren Sie in den Urlaub oder sind beruflich verhindert (z.B. Geschäftsreise), so dass Sie eine optimale Versorgung Ihres Tieres nicht mehr gewährleisten können. Vielleicht möchten Sie auch einfach nur einer Freizeitbeschäftigung oder einem gesellschaftlichen Anlass nachgehen. Bei älteren Tierhaltern kann es zu einem gewissen Zeitpunkt dazu kommen, dass sie einige Aufgaben aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr übernehmen können. Beispielsweise hält sich eine ältere Dame schon lange Zeit einen Hund, der viel Auslauf braucht. Sie ist aber leider nicht mehr in der Lage, selber mit ihm Gassi zu gehen. In diesem Fall bietet es sich dann an, jemanden zu beschäftigen, der diese Aufgabe für sie übernimmt.

Welche Vorteile hat die Beschäftigung eines Tierbetreuers im Gegensatz zu traditionellen Betreuungsmethoden (z.B. Tierheim)?

  • das Tier kann in seiner gewohnten Umgebung und Routine bleiben
  • das Tier muss keine langen und unbequemen Transportwege auf sich nehmen
  • das Tier ist keinen Krankheiten oder anderen Gefahren bzw. Risiken ausgesetzt (Klima, Stress, ...)
  • das Tier muss nicht ins Tierheim oder in eine Tierpension gegeben werden, ohne individuelle und persönliche Betreuung
  • lästiger Papierkram sowie eventuell notwendige Impfungen (z.B. bei Auslandsreisen) fallen weg
  • keine Belästigung von Freunden, Nachbarn oder Familienmitgliedern

Wie erkenne ich einen guten Tierbetreuer?

So banal dies klingen mag, ein Tierbetreuer sollte jemand sein, der eine besondere Einstellung zu Tieren hat. Der am besten ausgebildete Tiersitter muss nicht unbedingt der Richtige sein. Das wäre z.B. der Fall, wenn das Interesse und die Liebe zu Tieren, die warmherzige Einstellung und das notwendige Einfühlungsvermögen im Allgemeinen nicht gegeben sind. Generell sollten Sie in einem persönlichem Gespräch herausfinden, warum die Person als Tiersitter arbeiten möchte. Natürlich spielt hier auch Geld eine Rolle. Das sollte aber nicht der einzige Grund sein. Die Persönlichkeit, der Charakter und der Willen des Tierbetreuers sind mindestens genauso wichtig. Bevor sie jemandem den Auftrag erteilen, auf ihr geliebtes Tier aufzupassen, sollten sie sich unbedingt vorher kennen lernen. Bei größeren Tieren wie Hunden, Katzen und Pferden ist das natürlich viel wichtiger als bei Schildkröten oder Fischen, da die soziale Interaktion bei diesen Tieren viel ausgeprägter ist und sie sehr menschenbezogen sind.

Finden Sie weiterhin heraus, welche Erfahrungen der Tiersitter bereits mit Tieren gemacht hat. Wie spricht er über diese Erfahrungen? Hören Sie Begeisterung heraus und strahlt er Wärme und Gelassenheit aus? Oder wird schlecht über die früheren Arbeitgeber gesprochen? Was sind Gründe, warum der Interessent nicht mehr dort arbeiten kann oder arbeiten möchte? Kontaktfreudigkeit und Interesse, sich mit dem Tier zu beschäftigen, z.B. durch gemeinsames Spielen, sollten den Tierbetreuer auszeichnen. Für eine gute Beziehung zwischen dem Tiersitter und Ihrem Tier spielt die Bereitschaft des Tiersitters eine wichtige Rolle, sich auch auf die Eigenheiten und Vorlieben Ihres Lieblings einzustellen und einzulassen. Noch herausfordernder (aber nicht unmöglich) wird es, wenn mehr als ein Tier zu betreuen ist. Interessant ist auch, ob der Tiersitter sich während des Gesprächs Notizen macht und selbst auch Fragen stellt. Dies zeugt von Neugier und Interesse.

Wo sollte das Tier betreut werden?

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, wo das Tier (im privaten Rahmen) betreut werden kann. Entweder zu Hause beim Tierhalter oder beim Tiersitter. Erstere Variante ist die üblichere. Was letztendlich die bessere Lösung ist, muss jeder Tierbesitzer selbst entscheiden. Sicher ist es für das Tier am Besten, wenn es in seiner gewohnten Umgebung bleiben kann. Zum Beispiel ist es für einen großen Hund, der täglich auf einem riesigen Grundstück frei herumlaufen kann, nicht optimal, wenn er sich für eine gewisse Zeit in einer kleinen 2-Raum-Wohnung aufhalten muss. Katzen sollten grundsätzlich nicht aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen werden, da sie von Natur aus Probleme haben, sich an einen neuen Aufenthaltsort zu gewöhnen. Festzuhalten ist, dass bei "kleinen" Tierarten wie Meerschweinchen, Spinnen und Schlangen der Betreuungsort sicher eine nicht so tragende Rolle spielt wie bei Tieren wie Hunden oder Pferden.

Ein wichtiger Aspekt ist bei dieser Frage, in welchem Umfang das Tier betreut werden soll. Je nach Tierart und Persönlichkeit des Tieres reicht es ggf. aus, wenn 3 Mal täglich jemand zum Füttern vorbei schaut. In anderen Fällen ist eine Rundumbetreuung des Tieres notwendig, inklusive intensiver Pflege und Beschäftigung. Gelegentlich kommt es vor, dass der Tierhalter keine fremde Person in seine Wohnung / sein Haus lassen möchte. Bevor der Liebling jedoch einer strapaziösen Reise und einem unangenehmen Aufenthalt ausgesetzt wird, z.B. durch ein ungewohntes Klima, sollte man ihn deshalb zu einem liebevollen Tiersitter geben.

 

Das Tier soll zu Hause beim Tierhalter betreut werden. Welche Informationen gebe ich dem Tierbetreuer vor dem ersten Auftrag?

Bevor Sie Ihr Tier das erste Mal mit dem Tiersitter allein lassen, sollte er am Besten mehrere Male Kontakt mit dem Tier haben, so dass es sich langsam an den neuen "Begleiter" gewöhnen und ihn besser kennen lernen kann. Egal, ob der Tiersitter das Tier zu Hause bei Ihnen sitten, oder mit zu sich nehmen soll der erste Kontakt sollte am Besten in der gewohnten Umgebung des Tieres stattfinden, denn dort fühlt es sich am wohlsten. Zu einem späteren Zeitpunkt sollten Sie, falls das Tier beim Tiersitter betreut werden soll, diesem auch einen Besuch abstatten, um zu überprüfen, ob sich Ihr Liebling dort wohlfühlen wird. Haben Sie sich für einen Kandidaten entschieden, sollten einige wichtige Punkte in jedem Fall besprochen werden, so dass die Betreuungszeit so reibungslos und angenehm wie möglich ablaufen kann.

Folgende Punkte sollten vor dem ersten Sitten bedacht werden:

Allgemeines und Räumlichkeiten:
 

  • Sprechen Sie genau ab, welche Aufgaben in Ihrer Abwesenheit übernommen werden sollen!
  • Sprechen Sie auch die genauen Zeiten ab, in denen auf das Tier aufgepasst werden soll (Stunden-/ Tages-/ Wochenend-/ Urlaubsbetreuung)!
  • Klären Sie ihn über die Lage der verschiedenen Zimmer auf:
    • Welche Zimmer darf er und das Tier betreten?
    • Gibt es Privaträume, die nicht betreten werden sollen?
  • Wo ist die Türsprechanlage und wie funktioniert sie?
  • Wo befindet sich das Futter / Trinken und eventuelles Zubehör wie Leinen, Bürsten, Spielzeug, Streu etc.?
  • Wo befinden sich Mülleimer, Reinigungsmittel, Besen oder Staubsauger?
  • Wie funktionieren die wichtigsten Haushaltsgeräte (Fernseher, Stereoanlage, Herd, Mikrowelle)
  • Gibt es in der Wohnung / im Haus bestimmte Regeln, die eingehalten werden müssen bzw. sollten? Notieren Sie Regeln am besten auf einem Zettel und platzieren Sie diesen an einem zentralen Platz, z.B. dem Kühlschrank.
  • Klären Sie, ob z.B. der Nachbar oder jemand aus der Familie eventuell einen Zweitschlüssel hat!
  • Informieren Sie den Tiersitter, ob Sie eine Haftpflichtversicherung für das Tier abgeschlossen haben.

Im Notfall:
 

  • Wo befindet sich der Erste-Hilfe-Schrank und der Sicherungskasten?
  • Wo befinden sich eine Taschenlampe bzw. Kerzen, Streichhölzer und Feuerzeuge?
  • Bei Vorhandensein einer Alarmanlage sollten Sie die Funktionsweise erklären und ggf. auch den Kontakt zur zentralen Alarmleitstelle aufschreiben.
  • Gibt es Rauchmelder?
  • Gibt es einen Feuerlöscher und wo befindet er sich?
  • Weisen Sie darauf hin, wo sich Medikamente befinden und welche im Notfall, z.B. bei Allergien, eingenommen werden können bzw. welche nur nach Rücksprache verabreicht werden sollten. Informieren Sie den Tiersitter über die genaue Dosis.
  • Wer kann im Notfall informiert werden (Tierarzt, Eltern, Nachbarn, Freunde)? Schreiben Sie die Kontaktdaten, Erreichbarkeit sowie die Art der "Bekanntschaft" (Verwandtschaft, Freunde, ...) auf und hängen Sie den Zettel ebenfalls an einem zentralen Platz auf.
  • Tragen Sie stets die Telefonnummer des Tiersitters bei sich, so dass Sie stets die Möglichkeit haben, ihn anzurufen, falls etwas Wichtiges mitgeteilt werden muss.


Das Tier:
 

  • Klären Sie über eventuelle Allergien oder chronische Krankheiten auf.
  • Darf das Tier z.B. bestimmte Dinge nicht essen? Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind häufig und sollten auch bei Tieren nicht vergessen werden!
  • Welches und wie viel Futter und Trinken soll das Tier bekommen?
  • Wie oft sollen die Mahlzeiten eingenommen werden und gibt es bestimmte Zeiten dafür?
  • Hat das Tier andere Merkmale, auf die geachtet werden muss? Klären Sie den Tiersitter über die Gewohnheiten des Tieres auf:
    • Ist es schon älter? Oder ist es vielleicht blind oder taub?
    • Braucht es Auslauf, und wenn ja, wie oft und wie lang?
    • Auf welche Befehle hört das Tier?
    • Fährt es gerne im Auto mit, mag es Wasser oder nicht?
    • Hat es besondere "Verstecke", die man kennen sollte?
    • Neigt es dazu, schnell aggressiv zu werden?
    • Bekommt es Angstzustände bei Gewittern / Feuerwerk?
    • Hat es besondere Charaktereigenschaften (Schreckhaftigkeit, Sturheit, Ignoranz, Anhänglichkeit, Launenhaftigkeit)
  • Informieren Sie den Tiersitter ggf. über Chips und Hundemarke
  • Wo befinden sich gute Plätze / Wege, um mit dem Tier Gassi zu gehen?


Der Tiersitter:
 

  • Darf Musik gehört und telefoniert werden?
  • Darf Fernsehen / DVD geschaut und der Computer benutzt werden?
  • Darf geraucht werden? Wenn ja, wo?
  • Darf sich am Kühlschrank und bei den Getränken bedient werden?
  • Darf der Tiersitter während Ihrer Abwesenheit Besuch empfangen?
  • Vor dem ersten Auftrag sollten alle vertraglichen Fragen (Versicherung, Stundenlohn, Arbeitszeit, Kopie des Personalausweises, Laufzeit etc.) geklärt sein.

Das Tier soll zu Hause beim Tierbetreuer betreut werden. Was muss beachtet werden?

Für Tierhalter:
 

  • Besichtigen Sie die Wohnung bzw. das Haus des Betreuers!
  • Schauen Sie, ob die Räumlichkeiten gepflegt und sauber sind, und ob Sie sich dort wohlfühlen!
  • Nehmen Sie Ihr Tier mit, und schauen Sie, ob sich auch ihr Tier dort wohlfühlt. Achten Sie auf mögliche Reaktionen Ihres Tieres!
  • Prüfen Sie ggf., ob sich Ihr Tier mit den Kindern und Tieren des Sitters versteht!

Für Tierbetreuer:
 

  • Stellen Sie sicher, dass sich ein Erste-Hilfe-Kasten in Ihrer Wohnung bzw. Ihrem Haus befindet!
  • Sorgen Sie dafür, dass sich ausreichend Futter, Spielzeug und anderes notwendiges Zubehör (Hundekissen, Streu, Bürsten, Zeckenzange, ...) bei Ihnen zu Hause befindet, bzw., dass ausreichend finanzielle Mittel dafür zur Verfügung gestellt werden!
  • Falls das Tier Medikamente einnehmen muss, bewahren Sie diese stets an einem sicheren und gut erreichbaren Ort auf!
  • Prüfen Sie, ob Ihre Hausratsversicherung auch Schäden, die durch ein Tier verursacht werden, abdeckt!

Wie sollte mit Problemen umgegangen werden?

Mit Problemen sollte offen und fair umgegangen werden. Sowohl der Tiersitter als auch der Tierhalter sollten sich nicht scheuen, Problempunkte anzusprechen. Je offener mit der jeweiligen Situation umgegangen wird, desto höher ist auch die Chance, dass z.B. Meinungsverschiedenheiten aus dem Weg geräumt werden können. Offenheit und Toleranz der anderen Meinung gegenüber sind hier die Kernpunkte, an die man sich halten sollte. Lassen Sie Ihr Gegenüber aussprechen. So können Sie einander Respekt entgegen bringen und eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung finden.
 

Sollte man immer wieder den gleichen Tierbetreuer engagieren?

Das häufige Wechseln eines Tierbetreuers sollte vermieden werden, da sich zwischen dem Tier und dem Tiersitter über die Zeit hinweg eine enge Beziehung und Vertrauen aufbaut. Damit Ihr Tier nicht verunsichert wird, sollte dieses Vertrauen und die Beziehung nicht durch häufigen Wechsel zerstört werden. Natürlich ist es aber auch möglich z.B. einen zweiten Tiersitter einzustellen, falls der eine Tiersitter einmal verhindert sein sollte. So können beide füreinander einspringen.

Wie ist das mit der Bezahlung eines Tierbetreuers?

Die Bezahlung richtet sich nach vielen Kriterien und wird in der Regel zwischen den Tierbesitzern und dem Tiersitter ausgehandelt. Kriterien sind z.B.:

  • Ausbildungsstand
  • Spezielle Qualifikationen
  • Alter des Tiersitters
  • Anzahl der zu betreuenden Tiere
  • das Vorliegen spezieller Aufgaben und Einschränkungen
  • die Tageszeit, Dauer etc.

Neben regionalen Unterschieden ist die finanzielle Situation der Besitzer meist das Hauptkriterium für die Spanne einer möglichen Entlohnung. Zur Orientierung dienen 4 bis 6 Euro je Stunde für Schüler sowie 8 bis 12 Euro je Stunde für erwachsene Tiersitter und teilweise sogar 15 Euro für spezielle Anforderungen oder in Regionen mit wenig Tiersittern.

Für beide Seiten ist wichtig, die Entlohnung bereits am Anfang zu regeln und sich daran zu halten. Es kommt jedoch auch durchaus vor, dass einige Leute ehrenamtlich und ohne den Wunsch nach einer Entlohnung ein Tier betreuen möchten.

Muss ich mich für's Tierbetreuen versichern?

Ein durch den Tiersitter verursachter Schaden ist zwar selten, muss aber abgedeckt sein. So etwas ist immer unangenehm und sollte durch eine Versicherung geregelt sein. Der Arbeitgeber, also der Tierbesitzer, trägt die Kosten der gesetzlichen Unfallversicherung für im Haushalt beschäftigte Personen. Dies gilt natürlich nur für ordnungsgemäß angemeldete Tätigkeiten. Da gerade bei Schülern und Studenten oft "schwarz" oder geringfügig gearbeitet wird, springt hier für Schäden durch den Tiersitter bei Schülern und Studenten in der Regel die Haftpflichtversicherung der Eltern des Tiersitters ein. Sie sollten aber abklären, ob darüber hinaus noch Versicherungsbedarf für Schäden oder Unfälle besteht und sich dies auch (von der Versicherung) schriftlich bestätigen lassen. Wichtig ist, dass eine reguläre private Haftpflichtversicherung des Tiersitters auf "Betreuung im Auftrag" erweitert wurde, um in Anspruch genommen zu werden.

Zwei Tipps:
 

  1. Stellen Sie ruhig die Frage nach der Versicherung, das macht einen seriösen und umsichtigen Eindruck gegenüber dem Tierhalter. Das Vertrauen kann dadurch sicherlich wachsen.
  2. Wenn Schäden auftreten, direkt den Tierbesitzer Bescheid geben, Ihre Offenheit - die in diesem Moment wahrscheinlich nicht so angenehm ist - wird mit Sicherheit nicht soschlimm wie ein "verschwiegenes" Malheur.

Muss ich mit einem Minijob Steuern zahlen?

Ein Minijob ist ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis, das dem Arbeitnehmer ein Einkommen von nicht mehr als 400 Euro im Monat beschert (Stand: 2007). Bei den Tätigkeiten im Minijob-Bereich handelt es sich um haushaltsnahe Dienstleistungen wie z.B. Rasen mähen, die Betreuung von Tieren oder Kindern. Die Vorteile für den Minijobber sind z.B. die Steuer-Freistellung sowie die Sozialabgaben-Freistellung. Die einfache Anmeldung als Minijobber erfolgt bei der Minijob-Zentrale in Essen

 


Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!